Selbstsabotage in der Elternschaft erkennen & lösen: Beispiele aus dem Mama-Alltag und 7 konkrete Schritte, um Muster zu durchbrechen und Bedürfnisse zu achten.
Hallo und ganz, ganz, ganz herzlich willkommen hier zum Podcast „Verbindung fühlen, dem Podcast für deine wertschätzende Elternschaft, bei dem es mir darum geht, dass du dich aus deinen Schichten der Prägungen entwickelst, dir bewusst wirst und die Elternschaft lebst, die du dir wünschst.
Heute möchte ich mit euch über Selbstsabotage-Muster: Warum du manchmal wütend wirst sprechen und mein Name ist Urte. Ich bin Mama von zwei wundervollen Kindern, lebe in der Nähe zum Meer und genieße die Zeit hier sehr. Außerdem bin ich Kindheitspädagogin und befinde mich in der Ausbildung zum Energetic Trauma Healing® Coach. Lasst uns direkt starten. Ich freue mich, dass du heute hier hörst.
Und Selbstsabotage bedeutet für mich, dass wir uns selbst (meist unbewusst), im Weg stehen. Wie, als wenn du dich klonst und es dich noch mal gibst und dich wie so vor dich selbst stellst. Nur innerlich, durch Gedanken, Gefühle oder auch deine Verhaltensweisen, die dir dann langfristig schaden können, obwohl sie vielleicht kurzfristig Erleichterungen bringen. Ich erkläre das gleich noch an einem Beispiel.
Mir geht es nur darum, dass es da vor allem auch dadurch entsteht, dass wir alte Glaubenssätze in uns haben, dass wir überfordert sind, in stressigen Situationen uns befinden, viel vom Außen getaktet wird und auch innere Konflikte, die ungelöst sind, in uns brodeln. So können Selbstsabotage-Muster gestärkt, bewahrt bleiben und unterbewusst weiter und weiter ablaufen.
Und wir sind im Hier und Jetzt total frustriert und merken oft nicht, dass wir uns selbst im Weg stehen. Ich gebe euch hier vier Beispiele, auf die wir wahrscheinlich auf zwei näher eingehen, damit die Folgen dennoch auch in der Länge bleiben, dass ihr sie gut zwischendurch hören könnt.
Das erste Selbstsabotage-Muster, gerade bei Müttern – ich bin ja hier für Eltern und weil bei mir meistens Mütter sind, spreche ich euch jetzt auch direkt so an. Ein Selbstsabotage-Muster bei uns Müttern kann zum Beispiel sein, dass wir die Wut unterdrücken oder unkontrolliert ausleben – darauf gehe ich gleich noch ein. Das Zweite kann sein, emotionales Essen als Kompensation oder auch das Perfektionismus im Mutter sein, als dritter Punkt. Und als Viertens, dass wir alles selbst machen und keine Hilfe annehmen. Das können selbst Sabotage-Muster sein.
Und wenn wir uns das Erste angucken, dieses Wut unterdrücken und dann unkontrolliert ausleben, dann zeigt sich das, dass in dem die Wut eigentlich lange zurückgehalten wird, weil wir vielleicht glauben, wir müssen funktionieren oder wir glauben, wir müssen das jetzt so machen. Und dann explodierst du plötzlich.
Das kann gegenüber deinen Kindern sein, das kann vor deinem Partner sein, das kann vor deiner Partnerin sein, vor Schwiegereltern, vor Eltern, vor wem auch immer. Und diese Wut, die sich da aufgestaut hat in dir, bricht dann an einem Zeitpunkt heraus. Danach ist es meistens so, dass du eine gewisse Schuld spürst. Du fühlst dich schuldig. Du versuchst dann wiederum, besonders zugewandt und „lieb zu sein“, indem du dich wieder kümmerst, alles gibst, funktionierst und schon beginnt das Ganze von vorne.
Nehmen wir hier als Beispiel, Dass du dich gerade an den Tisch hinsetzt.
Endlich. Du spürst so, endlich sitze ich.
Du hast Salat gemacht, du hast dich gekümmert den ganzen Tag die Gefühle, du hast eins nach dem anderen getaktet und gemacht.
Und dein Partner steht noch auf der anderen Seite vom Tisch.
Du siehst, er setzt sich gleich hin und dein Kind fragt dich: „Mama, kannst du mir ein Glas holen? Und du seufzt. Vielleicht merkst du das hier nicht mal.
Da ist ja auch die Frage: In welchem Stadium der Bewusstheit ist es gerade, dass du merkst, wo sabortiere ich mich denn gerade wirklich noch selbst?
Deswegen schau gern hin, ob das dich anspricht und wo du merkst, wo du anders handelst, als du willst. Und wenn du dieses Seufzen nicht spürst, dann wird wahrscheinlich auch der nächste Satz, der jetzt gleich als Beispiel kommt, unbewusst ablaufen, weil du in diesem Muster schon bist.
Und das könnte sein: „Ich nehme mir noch Salat und dann gehe ich. In dieser Stimmlage ein bisschen genervt vielleicht. Oder du versuchst es „lieb“ und zugewandt „lieb“, weil du weißt, du möchtest ja auch Bedürfnisse hören und sehen und bedürfnisorientiert.
Und das ist ja manchmal dann auch mit unseren Selbstsabotage-Mustern, kommt dem das manchmal zu Gute. Warum? Weil diese Bedürfnisorientierung natürlich auch in einer völligen Erschöpfungen und Auslaugen enden kann, wenn wir eben nur auf Wünsche unserer Kinder eingehen und uns selber gar nicht kennen.
Innerlich tobt also in dir ein Sturm. So was wie:
Warum immer ich? Ich hab mich doch gerade erst hingesetzt.
Sieht mein Partner das denn nicht?
Und warum geht mein Kind eigentlich nicht Selbst?
Das spielt sich innerlich ab, vielleicht sogar unbewusst.
Und dann setzt dein Partner sich hin.
Und du stehst auf, vielleicht ein bisschen lauter als nötig.
Und dann holst du das Glas und merkst vielleicht hier schon, dass es innerlich brodelt.
Und hier passiert das, dass sich dieses Muster wieder bestätigt, ohne dass du es auf bewusster Ebene merkst. Wo du diese limitierenden Glaubenssätze in dir bestätigst, so was wie:
„Ich werde nicht gesehen“ oder
„Ich muss leisten, geliebt zu werden oder
„Ich muss alles alleine machen.“
Und du sprichst deine Bedürfnisse nicht aus.
Vielleicht, …
a) weil du sie nicht kennst,
b) weil du dir dessen noch nicht bewusst bist,
c) weil eventuell du erwartest, dass jemand anderes deine Bedürfnisse erkennt und erfüllt.
Und deswegen handelst du in dieser Situation, wo du aufstehst und das Glas holst, nicht freiwillig aus dir heraus, weil du dich bewusst dafür entschieden hast, sondern aus diesen alten, limitierenden Glaubenssätzen.
Und das ist dann Selbstsabotage, denn du handelst gegen dich und bestätigst dir wieder und wieder das, was du längst glaubst, nämlich Dass dich niemand sieht und dass dein Partner sowieso nicht versteht, was du gerade alles machst und dass du auch das machen musst, damit du überhaupt geliebt wirst, sei es von deinem Partner, deinem Kind, wem auch immer.
Und jetzt stell dir vor, diese Situation passiert und du bist dir dessen gar nicht bewusst und jemand anderem erzählst du dann von dieser Situation und sagst:
„Ja, und dann habe ich mich gerade hingesetzt und dann fragt unser Kind nach einem Glas und weißt du, wer wieder aufgestanden ist? Natürlich ich, obwohl mein Partner doch da gestanden hat. Kann der nicht auch mal gehen?“
Und schon merkst du, wie dein Gehirn verzerrt und löscht.
Denn dein Kind hat gefragt: „Mama, kannst du mir ein Glas holen?“
Und das ist das, wo ich sage:
Aufschreiben. Schreibt euch Situationen auf, reflektiert sie. Das ist wirklich die Grundlage, dir selbst bewusst zu werden. Wenn du dir keine Unterstützung holen möchtest im ersten Schritt oder wie auch immer, dann schreibe dir deine Situation auf, schreibe dir Situation auf, in denen du getriggert wurdest und versuche, so sachlich und beobachtend wie möglich zu sein, weil du dadurch natürlich die Situation mehr und mehr wirklich siehst.
Lade vielleicht auch deinen Partner ein, dir die Situation aus seinen Augen zu schildern oder dein Kind, dir das noch mal zu sagen. Und dadurch kannst du dann nämlich verstehen, dass schon im ersten Schritt, wo du dich hingesetzt hast und dein Kind fragt „Mama, kannst du mir ein Glas holen?, in dem Moment du dieses Muster durchbrechen könntest, indem du sagst: „Ich habe mich gerade hingesetzt und merke, dass ich jetzt auch sitzenbleiben möchte. Ich bin gerade irgendwie müde und kannst du dir selbst ein Glas holen oder an deinen Partner gerichtet: „Du stehst gerade noch. Kannst du das Glas gerade holen?“
Und schon nimmst du deine Bedürfnisse in die Hand.
Dein Kind sieht: „Wow, Mama hat auch Gefühle, die ist auch mal müde. Ja, die schreit mich aber nicht an, deswegen, sondern sie sagt das und wir finden Lösungen. Und so kommt jeder in die eigene Handlungsfähigkeit. Und das ist genau das, was wir uns wünschen, von uns selbst und von unseren Kindern.
Und auch hier, wenn ich gleich darauf eingehe, was wir noch tun können neben dem Aufschreiben: Du musst es nicht perfekt machen. Nur der erste Der Schritt ist ja, dass du dich selbst siehst.
Da wir jetzt schon bei den zehn Minuten angekommen sind, würde ich für heute noch die Schritte mit an die Hand geben, wie wir Muster durchbrechen können.
Und dann schreib mir gerne oder komm mit mir in Verbindung und sage mir, ob du noch mehr solcher Impulse und Beispiele haben möchtest, hören möchtest, ob die dir helfen und auch vielleicht dein Sabotage-Muster, was du glaubst, was du hast, aufzudecken und mir mitzuteilen. Und daraus kann ich dann auch noch eine Folge machen.
Okay, hier kommen jetzt die sieben Schritte, wie du auch dieses Muster, was ich gerade auch angesprochen hast, durchbrechen kannst.
Wie ich schon gesagt habe, ist erstens ganz, ganz wichtig: Schreib dir diese Situation auf, in denen du dich überfordert, traurig oder wütend oder frustriert gefühlt hast.
Und dann als zweitens:
Beschreibe so genau wie möglich, was passiert ist, als würdest du es beobachten. Nimm dich raus, geh über diese Situation und schreib es wirklich beobachtend auf.
Drittens ist dann, wie vorhin angesprochen, dass du jemanden fragst, der dabei war, diese Sichtweise auf die Situation, denn dann bekommst du einen weiteren Blickwinkel, weil Wir wissen ja alle, dass unser Gehirn verzerrt, löscht und generalisiert. Und deswegen ist es so, so wichtig, dass wir uns auch andere Blickwinkel anhören, ansehen und uns dafür öffnen, weil oft alle Blickwinkel zusammen ein großes Ganzes ergeben können.
Viertens: Finde heraus, welches das wiederkehrende Muster ist. In dieser angesprochenen Situation ist es dieses Unterschwellige funktionieren müssen. Und dadurch passiert es halt, dass du alle Bedürfnisse, Wünsche erfüllst, allerdings nicht aus dem freiwilligen und bewussten „Ich möchte das machen“, sondern aus dem „Ich muss leisten, geliebt zu werden“, aus dieser tief verankerten Überzeugung, etwas tun zu müssen oder funktionieren zu müssen oder alles alleine machen zu müssen. Und aus dieser Überzeugung heraus passiert dieses Muster, was wieder und wiederkehren kommt.
Fünftens: Überlege dir, was du in diesen Momenten brauchst. Was brauchst du wirklich? Und spür da rein, schreib’s dir auf.
Und dann als nächsten Schritt, sechstens:
Übe es auch, eine kleine Sache beim nächsten Mal anders zu machen.
Zum Beispiel, dass du sagst: „Ich möchte gern sitzenbleiben. Vielleicht verändert sich dadurch schon etwas. Oder: Kannst du das Glas holen und du richtest die Frage an deinen Partner, der noch steht?
Oder: Du atmest tief durch, nimmst dir vor, etwas anders zu machen. Eine kleine Sache beim nächsten Mal. Und dann schauen: Wie wird die Situation dadurch? Was passiert mit diesem Muster?
Und natürlich als Siebtes:
Feiere jeden kleinen Erfolg. Schreib sie auf.
Ganz ehrlich, wenn wir ein Tagebuch haben oder eine Liste mit Dingen, wo wir stolz drauf sind, mit Situationen, die wir geschafft haben, dann macht das innerlich etwas mit uns und es kann uns unterstützen, den Weg zu gehen, den wir wirklich wollen.
Und wenn du dir da noch mehr Impulse zu wünschst oder wenn du dir eine Unterstützung wünschst, damit es klarer ist, ersichtlicher, dass hingeschaut wird, wo ist eigentlich dieses Muster und diese tief verankerten Überzeugungen in der Tiefe gelöst werden, nicht nur auf bewusster Ebene, sondern eben auf dieser Body, Mind, & Spirit Ebene. Dann darfst du gerne auf mich zukommen. Ich bin so dankbar mit all den Mamas, mit denen ich arbeiten darf und auch mit den Frauen, denn ihr seid nicht allein.
Wir sind nicht allein. Wir dürfen uns Hilfe holen und es darf auch innerlich gefühlt werden, wie wundervoll es sein darf, wir selbst zu sein und zu fühlen, dass unsere Bedürfnisse zählen und dass dann, wenn es energetisch gelöst wurde, auch im aktiven Leben, die Schritte dafür zu gehen und zu merken, es wird leichter.
Und es ist spannend, weil es hat sich wirklich etwas gelöst. Und ja, wenn du magst, schreib mich an, geh auf meine Website und buch dir einen Termin für abends oder schreib mir, wann es dir passt. Ich bin ziemlich flexibel, was das angeht und dann finden wir einen gemeinsamen Termin. Ich freue mich auf dich. Bis ganz bald.
Alles Liebe, deine Urte.
*Das Transkript der Podcast-Folge Selbstsabotage-Muster: Warum du manchmal wütend wirst, obwohl „nichts“ passiert ist wurde automatisch erstellt und kann Fehler enthalten.
